Der 80. Jahrestag des Komitees der Märtyrer von Tulle: Ein reichhaltiges und bewegendes Gedenkprogramm

Ein vielfältiges Programm zum Gedenken und Nachdenken

Wir feiern bald den 80. Jahrestag des Komitees der Märtyrer von Tulle, ein bedeutsames Datum, das durch eine Reihe von bedeutenden und bewegenden Veranstaltungen gewürdigt wird. Durch Ausstellungen, Vorträge, Workshops und Zeremonien verpflichtet sich das Komitee, das Gedenken an die Opfer vom 9. Juni 1944 zu bewahren und die Lehren der Vergangenheit an zukünftige Generationen weiterzugeben.

Die Termine zum Merken:

  • Vom 3. bis zum 16. Juni (in der Mediathek): Ausstellungen über Dachau | Filme | Vorträge von Herrn Henri Ménudier.
  • Vom 3. bis zum 9. Juni (im Kultur- und Sportzentrum): Ausstellung ‚Das Drama von Tulle und sein Kontext‘ | Vorführung von Reportagen | Workshop zur Herstellung kleiner Porzellanvögel.
  • Vom 10. bis zum 16. Juni (in der unteren Latreille-Halle): Ausstellung ‚Das Drama von Tulle und sein Kontext‘ | Vorführung von Reportagen | Workshop zur Herstellung kleiner Porzellanvögel (Verlängerung der Ausstellung im Kultur- und Sportzentrum).
  • Am 8. Juni um 20:30 Uhr (im Auditorium des Departementrats): Konzert.
  • Am 9. Juni vor der Zeremonie (unter der überdachten Markthalle): Ansprachen.
  • Traditionelle Zeremonien am 9. Juni (am Hochplatz des Pflückens).

Programm zum 80. Jahrestag des Komitees der Märtyrer von Tulle

Ausstellungen und Vorführungen: Eintauchen in die Geschichte.

1. Vom 3. bis zum 16. Juni in der Mediathek
  • Exposition über Dachau: Eine fesselnde Ausstellung, die durch erklärende Tafeln, Fotos und Skizzen veranschaulicht wird und einen tiefen Einblick in die Geschichte des Lagers Dachau bietet.
  • Filme: Der Saal des Auditoriums wird Filmvorführungen wie ‚La Mémoire des Vivants‘ und ‚Les SS de la Division Das Reich‘ zeigen.
  • Konferenz: Herr Henri Ménudier, emeritierter Professor an der Université Sorbonne Nouvelle Paris 3 und Spezialist für deutsch-französische Beziehungen, wird uns die Ehre seiner Anwesenheit für eine Konferenz erweisen.
2. Vom 3. bis zum 9. Juni im Kultur- und Sportzentrum
  • Exposition ‚Das Drama von Tulle und sein Kontext‘: In Zusammenarbeit mit dem ONAC VG präsentiert diese Ausstellung durch Texte und Fotos das Drama von Tulle auf etwa fünfzehn Tafeln von etwa 200 cm mal 80 cm.
  • Reportagevorführung: In diesem Saal werden kontinuierlich etwa zehn Reportagen und Interviews mit derzeit überlebenden Zeugen gezeigt, die kürzlich vom CDM (Komitee der Märtyrer) erstellt wurden.
  • Workshop zur Herstellung von kleinen Porzellanvögeln: Es wird auch ein Workshop zur Herstellung von kleinen Porzellanvögeln eingerichtet. Dieses Konzept, entwickelt von zwei Künstlern, wurde uns von unserem Partnermitglied ‚Peuple et Culture‘ (PEC) vorgestellt. Es handelt sich um Mathéo CLAUSSE und Shuling LIU, bildende Künstler, die es geschafft haben, ein Thema mit einem besonders einfachen, schnellen und effektiven Herstellungssystem zu verbinden. Das Thema der Vögel hat in diesem Jubiläumszeitraum eine besonders starke Symbolik. Diese kleinen Vögel werden gegossen, mit eingeklappten Flügeln, als ob ihnen die Freiheit genommen worden wäre. Die Wahl dieser ‚bescheidenen‘ kleinen Vögel, wie sie hauptsächlich die Opfer vom 9. Juni waren, ist auch eine Reaktion auf den ‚Adler‘, das Abzeichen der Nazis. Jeder Teilnehmer, ob klein oder groß, kann einen Vogel direkt in die Form malen und dann das Porzellan gießen. Sobald der Vogel ‚gebacken‘ ist, wird er farbig und kommt ohne weitere Herstellungsschritte aus einem Keramikofen heraus. Dies hat zwei Ziele, sowohl künstlerisch als auch pädagogisch. Die Zeit mit den Teilnehmern ermöglicht es, die Ereignisse zu erzählen und gleichzeitig die Magie der Kreation zu entdecken.
Entrée de Dachau en 1945 (P9)
Entrée de Dachau en 1945 (P9)
Baraquements de prisonniers à Dachau (P10)
Baraquements de prisonniers à Dachau (P10)
3. Vom 10. bis zum 16. Juni im unteren Saal Latreille

In diesem Raum finden vom Montag, den 10. Juni bis Sonntag, den 16. Juni die gleichen Ausstellungen und Aktivitäten statt wie zuvor im Kultur- und Sportzentrum (Kapitel 2 und 3).

3 Mitglieder des CDM werden gleichzeitig während der gesamten Dauer der Aktivitäten in beiden Räumen Empfang und Animation gewährleisten.

Zusätzliche Informationen

Im Jahr 1994 zum 50. Jubiläum wurden auf Initiative unseres Partnermitglieds PEC und auf Anregung von Cueco Bäume auf einem städtischen Grundstück in der Nähe von Auzelou gepflanzt, das seither als ‚Erinnerungswald‘ bekannt ist.

Ein Granitblock, der zu einer Stele werden sollte und von der damaligen Gemeinde aufgestellt wurde, kippte beim Entladen um und wurde in diesem Zustand zurückgelassen.

Sehr passend ist die Idee von PEC, dass bis Juni 2024 die beiden genannten Künstler Sätze, die aus den Archiven stammen und von Deportierten beim Verlassen in die Lastwagen geschrieben wurden, auf kleine Metallplatten gravieren. Diese Platten werden auf dem Granitblock befestigt.

Durch diese bedeutsame Initiative wird es möglich sein, zum 80. Jahrestag unsere Märtyrer von Nord bis Süd der Stadt zu ehren.

Gedenkkonzert

Am 8. Juni um 20:30 Uhr: Konzert im Auditorium des Departementrats

Wir veranstalten bereits zum dritten Mal hintereinander unser Konzert, das im Auditorium des Departementrats mit einer Kapazität von 300 Plätzen stattfinden wird und um 20:30 Uhr beginnt.

Les Künstler, die an dieser Veranstaltung teilnehmen, sind: Tamayo IKEDA, Louis RODDE, Nathalie MARCILLAC und Frédéric VALY.

Ansprachen und Zeremonien: Ehren und Erinnern

5. Ansprachen am 9. Juni unter dem Marktdach vor den Zeremonien

Das CDM und die Stadt TULLE haben es sich seit jeher untersagt, während der Zeremonien am 9. Juni und insbesondere am Hochgelegenen Ort von Cueille Reden oder Ansprachen zu halten. Wir werden uns natürlich weiterhin an dieses Engagement halten.

In Anbetracht des 80. Jahrestages und vor Beginn der Zeremonien scheint es uns jedoch angebracht, das Ereignis durch drei kurze, aber aufeinander abgestimmte Ansprachen zu kennzeichnen, die jeweils vom Bürgermeister, dem Präsidenten des CDM und dem Präfekten gehalten werden, wie folgt:

  • Nutzen Sie die vorherige Zusammenkunft der Familien und der Öffentlichkeit unter dem überdachten Markt des Bahnhofs, um Zeugnis abzulegen und jedem die Bedeutung des Ereignisses zu erneuern, und stellen Sie sicher, dass die Inhalte unserer Ansprachen ‚Botschaften der Einheit und republikanischen Bürgerschaft‘ bleiben, die es jedem ermöglichen, sich an diesem heiligen Tag durch unzerstörbare Erinnerungen und gemeinsame Besinnung enger verbunden zu fühlen, um unseren Märtyrern noch intensiver Respekt und Ehre zu erweisen.
  • Jede Ansprache sollte nicht länger als 5 Minuten dauern.
6. Traditionelle Zeremonien am 9. Juni

Unter den potenziellen Gästen habe ich die Anwesenheit von Herrn Florian Hartmann, Bürgermeister von DACHAU, und Herrn Robert Ilg, Bürgermeister von HERSBRUCK – FLOSSENBÜRG, angefragt und bestätigt erhalten.

Außerdem ist die Herstellung und Anbringung von Medaillon-Fotos an der Innenwand des Cueille-Geländes für all unsere Märtyrer (Opfer und Deportierte) geplant. Diese Medaillons werden im Format 12 cm x 15 cm aus Porzellan hergestellt und werden den Namen und Vornamen jedes Opfers enthalten. Diese Installation wird selbstverständlich vor dem 9. Juni erfolgen.

Wir möchten ab dem 9. Juni 2024, wenn die Namen der Hingerichteten verlesen werden, auch ihr Alter bekanntgeben, und hinsichtlich der Deportierten soll der Ort ihres Todes (Todeszug, Dachau, Auschwitz usw.) angegeben werden.

Concert 8 juin

Eine lebendige und aktive Erinnerungspflicht.

Der 80. Jahrestag des Komitees der Märtyrer von Tulle unterstreicht die Vitalität des kollektiven Gedächtnisses und die Bedeutung der intergenerationalen Übertragung. Durch diese vielfältigen Ereignisse stärkt das Komitee sein Engagement für Bildung, Gedenken und Inspiration und erinnert alle an den unschätzbaren Wert von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Diese Feierlichkeiten beschränken sich nicht darauf, in die Vergangenheit zu blicken; sie eröffnen auch Wege für die Zukunft, indem sie eine gründliche Reflexion über die Lehren der Geschichte und ihre Relevanz in der heutigen Welt fördern. Indem das Komitee die Opfer würdigt und ihr Andenken ehrt, bietet es eine Inspirationsquelle für all jene, die daran arbeiten, eine gerechtere und harmonischere Welt zu schaffen – eine Welt, in der die Achtung der Menschenrechte und die Würde jedes Einzelnen im Zentrum unseres Zusammenlebens stehen.

„Die Presse berichtet über unsere früheren Veranstaltungen.“

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