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Stele Louisa Paulin: Ein Überlebender der Selektion vom 9. Juni 1944

Zeremonie am 9. Juni

Die Rue Louisa Paulin, an deren Anfang die gleichnamige Stele errichtet wurde, steht nicht in direktem Zusammenhang mit dem Drama von Tulle.

Louisa Paulin, geboren am 2. Dezember 1888 im Département Tarn, verstarb am 23. April 1944 in Réalmont, ihrer Geburtsstadt. Sie war Schriftstellerin, Dichterin und Lehrerin am Enseignement Primaire Supérieur (höhere Grundschule), unter anderem auch in Tulle, wo sie bis zu ihrer Rückkehr in den Tarn im Jahr 1930 tätig war.

Diese Stele symbolisiert und verkörpert das Märtyrerviertel, da sie sich ungefähr zwischen dem Anfang und dem Ende der Erhängungen der Opfer befindet.

Deshalb begeben sich die Einwohner von Tulle nach der Versammlung unter der Markthalle zur Stele Louisa Paulin, wo um 17 Uhr die traditionellen und feierlichen Zeremonien des 9. Juni beginnen.

Eine protokollarische Reihe wird gebildet (P1), in der die verschiedenen Autoritäten durch mehrere Kranzniederlegungen ihre Huldigung darbringen. Diese Gesten des Respekts und der Erinnerung symbolisieren das lebendige Gedenken an die erbrachten Opfer.

So konnte die Öffentlichkeit nach der Kranzniederlegung durch Bernard Combes (P2) und François Hollande, Abgeordneter der Corrèze (P3), auch der Kranzniederlegung von Herrn Georges Cueille, 98 Jahre alt, dem letzten Überlebenden der willkürlichen Selektion durch die SS in der Waffenmanufaktur von Tulle, beiwohnen. Er wurde dabei von Herrn Alain Peuch, dem Sekretär des Comité des Martyrs, begleitet (P4).

Auf Foto 5 gedenken die Herren Cueille und Peuch am Fuße der Stele.
Im Anschluss daran wurde ein Kranz von Vincent Berton, Präfekt der Corrèze, niedergelegt (P6).

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